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    Verehrt, verwöhnt, verklärt: Das Jesuskind in Bayerns Frauenklöstern.

    25. November 2012 – 3. März 2013
    Andächtig und würdevoll, ja majestätisch und mitunter verschwenderisch ist das Jesuskind seit jeher in den bayerischen Frauenklöstern inszeniert. Dabei spiegelt es in aller Pracht nicht nur Geist und Ästhetik seiner Zeit wider, sondern legt auch Zeugnis ab vom bewegten Leben der Klosterfrauen, deren Alltag im Kloster es begleitete.

      Der klösterliche Brauch um das Christuskind hat seine Wurzeln in der Mystik des hohen Mittelalters. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entfaltete sich aus der reinen Symbolik eine hingebungsvolle Vielfalt an Form und Detail. Gerade in der bayerischen Klosterlandschaft begründete die Verehrung des neugeborenen Heilands eine reiche Tradition, die in der Zurückgezogenheit der Klausur zuweilen bis heute noch gepflegt wird.  Beim Eintritt ins Kloster erhielt die junge Novizin von ihren Eltern ein Geschenk. Ein Seelentrösterlein, eine geschnitzte Skulptur des etwa einjährigen Jesusknaben, sollte ihr den Abschied aus der vertrauten Umgebung und den Beginn eines neuen Lebens als Klosterfrau erleichtern. Von den Novizinnen wurde dieses Jesuskind mit kostbaren Kleidern und Mäntelchen, Wiegen oder gar Spielzeuggeschirr ausgestattet. Es wurde ein Leben lang gewickelt, geherzt und getröstet. In der Vielfalt inniger Zuwendungen und kostbarer Geschenke verschmolzen religiöse Verehrung, spielerische Freude und Schmerz so zu einer ganz eigenen und bisweilen sehr berührenden Spiritualität. Die Ausstellung „Seelenkind“ zeichnet die bedeutungsvolle Beziehung einer Nonne zu „ihrem“ Jesuskind nach – von der Aufnahme als Novizin bis zu den alltäglichen kleinen Ritualen der Jesuskindverehrung im andächtigen und oft arbeitsreichen klösterlichen Leben. Damit widmet sich das Diözesanmuseum nun ganz der Inszenierung und Verehrung des neugeborenen Christus in unseren Frauenklöstern. Es zeigt zahlreiche Christkindl, Trösterlein, Himmlische Bräutigame und Fatschenkindl zusammen mit Gemälden und Andachtsgraphiken, Klosterfrauenarbeiten und zeitgenössischer Erbauungsliteratur erstmals in der Öffentlichkeit. Wir laden Sie ein zu einer Reise in eine verborgene und stille Welt, wo sich uns eine vielschichtige und facettenreiche Geschichte von Sehnsucht, Liebe und Glauben auftut. Diözesanmuseum Freising Domberg 21 85354 Freising Tel. 08161-4879-0 Fax 08161-4879-25 info@dimu-freising.de   

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