HOCH ÜBER FREISING.

ERHABEN ÜBER DEN ALLTAG.

  • Kripppenwettbewerb der Erzdiözese München und Freising
  • KRIPPENWETTBEWERB
    Der Erzdiözese München und Freising
    2017

     

    Die Weihnachtskrippe 

    Seit knapp 500 Jahren dient die Weihnachtskrippe der Veranschaulichung  eines erstaunlichen Phänomens: Gott wird Mensch und kommt auf diese Weise auf die Welt, um ihr Erlösung und Frieden zu bringen. Dabei ist Jesus Christus als Sohn Gottes und der Mutter Maria kein Halbgott, sondern zeichnet sich durch seine vollkommene göttliche und seine verletzliche,
    ja sterbliche menschliche Natur aus.

    Dieses Ereignis der Geburt Jesu ist nicht leicht zu verstehen und wird in der biblischen Überlieferung auch nur mit knappen Worten geschildert.
    So entstanden Weihnachtskrippen als szenisch inszenierte Darstellungen, um Menschen in einer anschaulichen, erzählerischen, spielerischen und emotionalen Weise diesen Höhepunkt der Heilsgeschichte näherzubringen. Auch wenn diese Geburt theologisch und intellektuell eine große Herausforderung darstellt, ist die Freude über die Geburt eines Kindes und das Wunderbare dieses Moments für alle Menschen zu allen Zeiten als positive Grunderfahrung nachvollziehbar. In christlich-mystischer Weise soll sich die Geburt Gottes auch in der Seele jedes Menschen vollziehen, die Heils­geschichte wird damit zum gegenwärtigen, nicht abgeschlossenen Prozess und jeder Mensch ist zur Mitwirkung berufen. Damit sich der Betrachter mit den in der Krippe Dargestellten identifizieren kann wird die Krippenszene der jeweiligen Landschaft und den zeitgenössischen Lebensumständen
    angepasst: in Neapolitanischen Krippen beherrschen dicht gedrängte süd­italienische Marktszenen das Geschehen, Tiroler Papierkrippen zeigen
    herbeilaufende Hirten in landesüblichen Trachten und ostafrikanische Krippen präsentieren schlanke, ebenholzgeschnitzte Charaktere, begleitet von Löwen und Elefanten.

    Die längste Zeit waren Krippen kostbare, detailreich gefertigte Kunstwerke, die in Kirchen und Palästen aufgestellt wurden. Im 19. Jahrhundert sind es vor allem hervorragende Schnitzer, die große Figurenensembles schaffen und kleine Produzenten, die in Heimarbeit Figürchen aus Pappmaché und Ton in serieller Weise herstellen. Nur wenige Kunsthandwerker fertigen heute noch Krippenfiguren –  die handwerkliche Fertigung ist in der Regel gefrästen Figuren und Industrieprodukten gewichen, die aus verschiedenen Kunststoffen und kunstharzgebundenen Werkstoffen bestehen und sich eines historischen Formenrepertoires bedienen. Krippen haben deshalb zum einen an materieller und handwerklicher Qualität und zum anderen
    an gestalterischer Kraft verloren. In ihren oberflächlich historisierenden Inszenierungen haben diese Darstellungen in Europa den Bezug zur aktuellen Lebenswelt der Menschen und auch die Kraft ihrer religiösen Aussage eingebüßt.

    Die zeitgemäße Gestaltung und die kunsthandwerkliche Fertigung von Weihnachtskrippen können  deshalb zwar auf eine reiche Tradition zurückgreifen und bedeuten dennoch einen reizvollen Neuanfang.

     

    KRIPPENWETTBEWERB

    Das Diözesanmuseum Freising lobt in Zusammenarbeit mit der Städt. Berufsfachschule/Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk, der
    Städt. Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, der Städt. Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk sowie der Städt. Meisterschule für das Vergolderhandwerk einen Wettbewerb für die künstlerische Gestaltung einer
    Weihnachtskrippe aus.

    Die Auslobung erfolgt als beschränkter, einstufiger Wettbewerb. Teilnahmeberechtigt sind nur Schülerinnen und Schüler der kooperierenden Schulen. Der Wettbewerb umfasst die Gewerke Holz, Stein, Papier, Farbe, Vergoldung und Goldschmiedearbeiten.

    Stifter des ausgelobten Preisgeldes ist S.E. Kardinal Reinhard Marx.

    Der Wettbewerb läuft bereits.
    Dieb Ergebnisse der Jurierung werden ab dem 17.12. bekannt gegeben.

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