HOCH ÜBER FREISING.

ERHABEN ÜBER DEN ALLTAG.

  • Konstellationen

    Abendkonzert in Kloster Beuerberg – Seelenlieder
  • Sonderausstellung im Europäischen Künstlerhaus Oberbayern

    Macht der Bilder,
    Kraft der Konstellation


    “Szenische Konstellationen – Macht der Bilder” ist die gemeinsame Sonderausstellung des Diözesanmuseums und des Bezirkes Oberbayern überschrieben, in deren Mittelpunkt die Frage steht, wie der Betrachter durch bestimmte Konstellationen von Bild und Raum “bewegt” und berührt wird.
    Um dieser Frage nachzugehen, stellt die Ausstellung abstrakte zeitgenössische Malerei christlichen Andachtsbildern gegenüber und lädt die Besucher so zu einem spannenden Dialog über Autonomie, Transzendenz und Andacht ein.

    Die Ausstellung ist vom 17.12.2016 – 12.02.2017 geöffnet.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14-19 Uhr, Sonntage + Feiertage 10-19 Uhr
    Geschlossen am 24.-26.12. sowie am 31.12. und 1.1.2017
    Veranstaltungen zur Ausstellung:

    15. Januar 2017, Sonntag 15 Uhr: KUNST#TAG 046 Wissenschaft
    Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben (Joh 19,37)
    Bilder der Wunde ‒ Die Wunde als Bild, Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Hoeps (Münster)
    mit anschließendem Künstlergespräch mit Sven Drühl

    24. Januar 2017, Dienstag 17 Uhr: treffpunkt+kunst
    Führung durch die Ausstellung mit Alexandra M. Hoffmann

    Weitere Informationen auf der Website des Veranstaltungsortes

     

    Teilnehmende Künstler

    Sven Drühl
    Rupprecht Geiger
    Alexei Jawlensky
    Karl Casper
    Quentin Massys
    Christine Streuli
    sowie Werke unbekannter Künstler aus dem 15. und 16. Jahrhundert

    Kurator: Dr. Björn Vedder

     

    Über die Ausstellung

    Die Ausstellung wird von der Hypothese geleitet, dass eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Gattungen darin besteht, auf welche Weise die Betrachter auf die Bilder reagieren, wie sie “bewegt” werden. So verlagert etwa Rupprecht Geigers „638/72“ als abstrakte Malerei das übliche Spannungsverhältnis zwischen Bildvorder- und -hintergrund aus dem Bild hinaus in den Ausstellungsraum und etabliert diese Spannung zwischen dem Bild und der Wand, an der es hängt. Dadurch weitet die Arbeit den Bildraum vom Raum im Bild auf den gesamten Raum aus. Es entsteht ein visueller Raum, der über das Bild hinaus reicht und der den Betrachter auffordert, sich in ihm zu positionieren, sei es gedanklich oder auch physisch. Es entsteht eine szenische Konstellation, innerhalb der das Bild den Betrachter bewegt.

    Dieser Vorgang setzt beim Betrachter eine Offenheit in der Wahrnehmung voraus. Er muss bereit sein, sich auf diese szenische Konstellation ein- und sich vom Bild bewegen zu lassen. Mit dieser Offenheit und Beweglichkeit ist ein neues Selbstverständnis des Menschen verbunden, der nicht mehr die Welt beherrscht, wie es die Moderne postuliert hatte, sondern zu ihr in einem dialogischen Verhältnis steht. Auch der Künstler sieht sich nicht mehr als – gottähnlicher – Schöpfer, sondern macht sich im Gestaltungsprozess zumindest teilweise von Dingen und Geschehnissen abhängig.

    Historisch gesehen begegnet man einer dieser zeitgenössischen Auffassung insofern ähnlichen Anschauung in der christlichen Vorstellung von Subjektivität, als sie ebenfalls nicht alle Souveränität beim Menschen selbst verortet, sondern dessen Autonomie an etwas Transzendentes bindet. Damit taucht die Frage auf, wie sich diese Konstellation von Subjekt und Transzendenz in Bildern ausdrückt und wie sich dieser Ausdruck zum Ausdruck einer schwachen Subjektivität verhält, wie ihn die abstrakte Malerei kennzeichnet. Gibt es vergleichbare Formen der Wahrnehmung und der Bewegung des Betrachters?

    Um diesen Fragen nachzugehen, stellt die Ausstellung abstrakte zeitgenössische Malerei christlichen Andachtsbildern gegenüber. Denn Andachtsbilder regen eine „devotionale Gefühlsbeziehung oder Gebetsübung“ beim Betrachter an oder können sogar die Tendenz besitzen, „dem betrachtenden Einzelbewusstsein die Möglichkeit zu einer kontemplativen Versenkung in den betrachteten Inhalt zu geben, d. h. das Subjekt mit dem Objekt seelisch gleichsam verschmelzen zu lassen“. Damit eröffnen auch sie eine szenische Konstellation, in der sie den Betrachter bewegen. Andacht wird also im Sinne des Ausstellungskonzeptes vor allem auf ihren Vollzug fokussiert, der Begriff des Andachtsbildes jedoch weit gefasst.

    Die Auswahl von Arbeiten aus der Sammlung des Diözesanmuseums wird im Bereich der modernen Malerei durch Leihgaben zeitgenössischer Künstler ergänzt.

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